Archiv des Autors: Karina Büttner

Herschfeldlauf 2019

Am Freitag, den 02.08.2019 ist es wieder so weit: Der Herschfeldlauf geht in die 12. Runde.

Kontakt:
Albrecht Wilm
Schäferweg 4
97616 Herschfeld
Telefon: 09771/97029
E-mail: abi@herschfeldlauf.de

Eure Laufgruppe vom SV Herschfeld!

laufgruppe

Laufgruppe SV Herschfeld

Laufinfos

INFORMATIONEN

Anmeldung

  • ab sofort freigeschaltet, hier kannst Du Dich anmelden.
  • Meldeschluss Mittwoch, 25. Juli 2018 – 18.00 Uhr.
  • Die vorläufige Teilnehmerliste findest du hier.

Nachmeldungen

  • am Veranstaltungstag bis 45 Minuten vor dem jeweiligen Lauf
  • 2,00 EUR Nachmeldegebühr

Start aller Läufe am Sportpark Herschfeld

  • Nummernausgabe
  • Umkleide- und Duschmöglichkeiten im Sportheim

Zeitmessung mit Chip

  • RGC-Chip, Leihgebühr: 1,00 EuUR (zzgl. 10,00 EUR Pfand)
  • Alternative: Champion-Chip der Firma Mika-Timing

LÄUFE

gesponsert von
 Jopp
und Ullmer Textilservice

  • 17.50 Uhr: W/MK U9 – U12 | 1000 m | 3,00 EUR
  • 18.00 Uhr: W/MJ U 13 – U16 | 1500 m | 3,00 EUR10 Uhr
  • 18.10 Uhr: Bambini (K U8) | 300 m | gratis8.15 Uhr
  • 18.15 Uhr: Walking | 5400 m | 4,00 EUR
  • 18.20 Uhr: Jugend- & Hobbylauf | 4000 m | 4,00 EUR
  • 19.30 Uhr: Hauptlauf | 9000 m | 6,00 EUR

MANNSCHAFTSWERTUNG

  • Mannschaftswertung ist nur im Hauptlauf möglich
  • fünf Teilnehmer pro Mannschaft
  • die vier Schnellsten einer Mannschaft werden gewertet
  • Männermannschaften und Frauenmannschaften möglich
  • Männermannschaften dürfen Frauen mit dazu nehmen
  • Startgebühr pro Mannschaft 5 € (mit Angabe der Namen)

Preise

gesponsert von
Preh

  • 1. Platz Männer und 1. Platz Frauen je 50 € Verzehrgutschein
  • 2. Platz Männer und 2. Platz Frauen je 30 € Verzehrgutschein
  • 3. Platz Männer und 3. Platz Frauen je 20 € Verzehrgutschein

After-Run-Party

  • nach der Siegerehrung
  • mit DJ Chris Simon im Festzelt

Ein unbeschreibliches Gefühl

Eine Gruppe von 16 Läuferinnen und Läufern des SV Herschfeld ging beim MainCityRun über die 10-km-Distanz bzw. den Halbmarathon an den Start. Und das mit großem Erfolg: Beim Halbmarathon errangen die SV’ler drei unterfränkische Meistertitel, einen 2. und zwei 3. Plätze. Bei sommerlichen Temperaturen waren aber zunächst die 10-km-Läufer auf der Strecke. Julia Kessler wurde Siegerin in der W 35 in der Zeit von 47:25 Minuten. Heribert Wagner kam als Zweiter der M 60 in 49:18 Minuten ins Ziel. Beide Resultate sind um so erfreulicher, da beide erst wieder in das Lauftraining nach Verletzungen einsteigen konnten.

MainCityRun 2018 - Schnelle Läufer des SV Herschfeld

Schnelle Läuferinnen und Läufer des SV Herschfeld beim Halbmarathon in Schweinfurt (vorne von links): Sonja Reiher, Hanna Hoffmann und Albrecht Wilm. Hinten von links: Marcel Gruber, Daniel Wilm, Dominik Orf und Lukas Härder. Foto: Benedikt Büttner

Besonders attraktiv und interessant war der Halbmarathon, weil er als unterfränkische Meisterschaft gewertet wurde. Die Trainingsvorbereitungen ließen auf gute Platzierungen hoffen. Herausragend die Leistung von Sonja Reiher, (W 35), die die Frauenwertung insgesamt für sich entschied und unterfränkische Halbmarathonmeisterin wurde. Sie lief überglücklich nach einem taktisch klugen Rennen in 1:35:42 Stunden auf dem Schillerplatz über die Ziellinie. „Die ersten zehn Kilometer bin gemeinsam mit den Herschfelder Männern sehr konstant und gleichmäßig gelaufen. Dann bin ich ,losgeschickt‘ worden und konnte auf der langen Gerade am Mainufer in Höhe des Leonhardsees bei Kilometer 13 die bis dahin noch vor mir liegenden zwei Läuferinnen überholen. Die Führung habe ich nicht wieder hergegeben. Die Unterstützung durch die Zuschauer an der Strecke war für mich sehr motivierend und der Zieleinlauf ein unbeschreibliches Gefühl“, so Reiher. Sie gewann deutlich mit eineinhalb Minuten Vorsprung vor Eva-Maria Schmitt (TSV Rannungen). Hanna Hoffmann komplettierte den Erfolg der Frauen des SV Herschfeld mit einem 3. Platz.

Bei den Männern kamen zwei SV-Athleten auf das oberste Treppchen und wurden unterfränkische Halbmarathonmeister ihrer Altersklasse. Der Trainer der Laufgruppe, Albrecht Wilm (M 55), setzte ein Achtungszeichen: Er lief ausgezeichnete 1:38:37 Stunden und freute sich mit Dominik Orf (1. der M 30) über den Titelgewinn. „Es war sehr hart. Die hohen Temperaturen haben mir arg zugesetzt. Vor allem in der Innenstadt wurde es zur Willensleistung“, so Albrecht Wilm. Bei den weiteren Platzierungen (einmal Vizemeister, zwei 3. Plätze) ist vor allem Marcel Grubers (M 35) Zeit von 1:28:38 Stunden ein eindrucksvolles Ergebnis.

Die geschlossen, guten und sehr guten Ergebnisse spiegeln sich auch in der Mannschaftswertung wider, die von der 1. Männermannschaft gewonnen wurde. Platz drei ging an Herschfeld II. Erfolgreich war auch eine Herschfelder Läuferin in Ingolstadt beim Halbmarathon eine Woche zuvor. Lisa Nöth wurde Stadtmeisterin von Ingolstadt in starken 1:38:00 Stunden.

Ergebnisse

Halbmarathon in Schweinfurt: Gesamtsiegerin und 1. der W 35: Sonja Reiher 1:35:42 Stunden (unterfränkische Meisterin).

20. insgesamt und 5. bei den Frauen: Hanna Hoffmann 1:59:09 (3. Platz unterfränkische Meisterschaft).

16. und 4. der M 35: Marcel Gruber 1:28:38 (unterfränkischer Vizemeister).

33. und 1. der M 55: Albrecht Wilm 1:38:37 (unterfränkischer Meister).

39. insgesamt: René Kuhlmann (M 35) 1:40:22, 40. Gesamtplatz Daniel Wilm 1:40:24 (Männer) und 43. Stefan Orf 1:40:35 (Männer).

54. und 4. der M 30: Dominik Orf 1:43:26 (unterfränkischer Meister).

90. und 6. der M 55: Lukas Härder 1:49:29 (3. Platz unterfränkische Meisterschaft).

Mannschaftswertung: 1. SV Herschfeld I (Marcel Gruber, Albrecht Wilm, René Kuhlmann) 4:47:54 Stunden; 2. TSV Rannungen 5:05,51; 3. SV Herschfeld II (Daniel Wilm, Dominik Orf, Lukas Härder) 5:13:47.

Quelle: https://www.rhoenundsaalepost.de/lokalsport/aktuelles/art2829,647183

Herschfelder mit tollen Leistungen

Kühle Temperaturen um den Gefrierpunkt, eisglatte Streckenabschnitte und
welliges Profil: Diese Crossbedingungen erwarteten zahlreiche Rhöner Läufer-Asse
bei den unterfränkischen Meisterschaften in Gambach. Neben den bereits
bekannten Läufern aus Ostheim war in diesem Jahr mit dem SV Herschfeld eine
weitere große Gruppe am Start, die vor allem im Seniorenbereich die Altersklassen
aufmischte.

Unterfränkische Crosslaufmeisterschaften 2018 in Gambach

03.03.2018 Foto: Simona Greier
Starker Teamauftritt: Die Sportler des SV Herschfeld räumten vor allem in den Mannschaftswettbewerben ab. Lisa Nöth (hinten von links), Katrin Krenzer-Bock, Helmut Bott, Heidi Patermann und Julia Kessler. Vorne von links: Lukas Härder, Andreas Kreis, Marcel Gruber, Winfried Endres, Albrecht Wilm und Martin Grau.

Den Anfang auf der Waldrunde machten allerdings die Wettbewerbe über die Mittelstrecke von 3300 Metern. Durch die krankheitsbedingte Absage von Teamkollegin Simona Greier vertrat die A-Jugendliche Ramona Geis als einzige die Farben der Ostheimer Athleten. Klug teilte sich dabei die angehende Abiturientin ihre Runden ein und konnte sich dadurch im Gesamteinlauf
aller Teilnehmerinnen den dritten Platz sichern. Im Ziel war die Freude darüber dann direkt noch einmal übertroffen: Da die Siegerin der Frauenklasse angehörte ging der Vizetitel an die 18-Jährige.

Julian Trabert zieht an

Erstmals im Rennen bei Meisterschaften und bereits ein gewiefter Taktiker. So könnte man den Auftritt von Hausens Nachwuchsläufer Julian Trabert (14) bezeichnen. „Ich habe mich die erste Runde bewusst zurückgehalten“, sagte er und zog eingangs der zweiten Runde an seinem Konkurrenten vorbei. Und dieser Antritt konnte sich sehen lassen. Innerhalb von wenigen
Metern hatte der groß gewachsene Schüler eine ansehnliche Lücke gerissen, die im leichten Gefälle oberhalb der Zielgerade immer weiter wuchs. Nach gerade einmal 8:28 Minuten und 16 Sekunden vor seinem Mitkonkurrenten erlief sich der Schützling von Eberhard Helm in souveräner Manier den Titel der M15.

Erfolgreich waren in Gambach besonders die Senioren aus dem Landkreis unterwegs. Erster der Rhöner Fraktion und damit auch Sieger seiner Altersklasse war dabei der Ostheimer Tino Haßmüller. Er beendete die 5680 Meter in 20:48 Minuten überraschend deutlich vor Dauerkonkurrent Manuel Fößel (TV Ochsenfurt). Auf den Rängen drei und vier folgten dem 36-Jährigen gleich die nächsten Rhön-Grabfelder. Mit Marcel Gruber (22:43 Minuten) und Martin Grau (22:49 Minuten) zeigten sich gleich zwei Herschfelder Läufer in der unterfränkischen Spitze. Gemeinsam mit Andreas Grau, der als Vizemeister der M40 in 22:20 Minuten im
Ziel war, sicherte sich das schnelle Herschfelder Trio zudem den souveränen Sieg in der Teamwertung.

Gut aufgestellt waren die heimischen Athleten auch in der Altersklasse M45. Die Ränge vier, fünf und sechs gingen dank Andreas Kreis (SV Herschfeld), Mike Hasenpusch (TSV Brendlorenzen) und Jan Gensler (SC Ostheim) an Rhöner Vereine. In der Altersklasse
M55 gelang den Herschfeldern gar ein Dreifach-Erfolg. Einen deutlichen Start-Zielsieg legte dabei Winfried Endres in 23:55 Minuten hin. Ihm folgten mit Respektabstand aber dennoch flott die beiden Teamkollegen Albrecht Wilm (28:16 Minuten) und Lukas Härder (29:12 Minuten) so dass die Herschfelder den zweiten Teamtitel feiern konnten. Zweiter der M65 wurde zudem Helmut Bott.

Manuela Greier ist Schnellste

Aber nicht nur die Männer in den blauen Herschfeld-Trikots zeigten tolle Leistungen. Mit W35-Siegerin Julia Kessler und Heidi Patermann als Vizemeisterin der W45 gab es zwei weitere Podiumplätze für den SV. Ein beherztes Rennen legte auch die Hollstädterin Manuela Greier hin. In gerade einmal 29:09 Minuten lief sie die schnellste Zeit aller Seniorinnen und siegte damit auch in der W45.

Als besonders spannungsgeladen sollte sich das abschließende Rennen über die Langstrecke von 9070 Metern sowohl bei den Männern als auch den Frauen zeigen. An der Spitze setzte sich mit Filimon Habtemikael (LG Karstadt-Gambach-Lohr), Sven Perleth (SC Ostheim) und Hans Appel (DJK Schweinfurt) schnell ein Trio ab, dass sich nach längerer Führungsarbeit vom Ostheimer in der Tempoarbeit abwechselte. Zwei Runden vor Schluss setzte der Lokalmatador zur Attacke an und riss schnell eine Lücke von knapp 20 Metern zwischen sich und Perleth, der wiederum einen ähnlichen Vorsprung auf den Schweinfurter innehatte. Da sich der Führende auch bis ins Ziel keine Schwächephase mehr erlaubte ging der Vizetitel wie im Vorjahr in die Rhön. Den Teamerfolg holten sich die Ostheimer aber in diesem Jahr zurück: Dank toller Leistungen auf den Rängen fünf und sechs von Daniel Schmidt und Michael Söder ging der beste Gesamtpunktestand auf das Konto der Ostheimer.

Susanne Haßmüller ist Vizemeister

Lange Zeit war auch im Frauenrennen keine Favoritin auszumachen. Seite an Seite ging es für Susanne Haßmüller und Leonie Theis (TV Ochsenfurt) über sieben von acht Runden. Kurz vor Beginn der letzten Runde zog Doppelstarterin Theis dann das Tempo erheblich an und konnte sich Meter für Meter von Haßmüller absetzen. Im Ziel bleiben die Uhren 17 Sekunden hinter der Ochsenfurterin stehen, wobei sich die neue Vizemeisterin dennoch zufrieden zeigte: „Leonie war heute super stark am Berg. Da ist sie mir immer ein paar Meter weggezogen und ich konnte das bergab wieder zulaufen“, so Haßmüller, „sie ist einfach top in Form.“ Sehr zufrieden konnten auch die hinter ihr einlaufende Rhöner Fraktion sein: Nadine Richter (SC Ostheim) schnappte sich als Dritte den weiteren Podestplatz und auch die Herschfelderin Lisa Nöth und die nächste Ostheimerin, Antje Weber, ließen als Vierte und Fünfte nicht lange auf sich warten. Wie bei den Männern reichte diese Teamleistung auch bei den Frauen zum Meistertitel.

Artikel aus der Rhön-Saalepost vom 06.03.2018 https://www.rhoenundsaalepost.de/lokalsport/aktuelles/art2829,629250

Fotos Herschfeldlauf 2016

Danke an Bernd Gibfried, Angela Bleichner und Anne Bötsch für die Fotos!

Doppelsieg für den SV Herschfeld

SV Herschfeld beim Team-Halbmarathon in Fulda

Beim 24. Fulda-Team-Halbmarathon stellte die Laufgruppe des SV Herschfeld eine starke Abordnung und glänzte mit Siegen bei den Frauen und Männern. Gleich drei Mannschaften des SV stellten sich der Herausforderung, auf der Halbmarathonstrecke mit je sieben bis zehn Teilnehmern zusammen zu laufen, wobei die Zielankunftszeit des jeweils siebten Läufers gewertet wurde. Sowohl die Männermannschaft (1:29:46 Stunden) wie auch das Frauenteam (1:55:06) triumphierten in glänzenden Zeiten. Das gemeinsame Training im Vorfeld hatte sich auf der anspruchsvollen Strecke ausgezahlt. Die zweite Männermannschaft errang in 1:42:00 Stunden Platz fünf.

Nach dem Start im Stadion ging es durch die historische Altstadt mit dem Wahrzeichen der Stadt, dem Dom, durch den Schlossgarten und auf einer großen Schleife entlang des Fulda-Flusses zurück in Richtung Stadion, wo schon bald die mächtig Stimmung verbreitende Marathon-Musikband zu hören war. Aber erst nach der Umrundung des Aue-Weihers war die Halbmarathon-Distanz geschafft.

Trainer Albrecht Wilm fand lobende Worte für seine Läuferinnen und Läufer: „Ich bin stolz auf euch.“ Bei den Frauen gab es gleich am Anfang eine Schrecksekunde. Eine Läuferin bekam nach einem Kilometer einen Wadenkrampf. Dank einer „Blitzmassage“ von einer Teamkollegin konnte sie durchlaufen, die geforderten sieben gewerteten Läuferinnen kamen strahlend, aber auch sichtlich erschöpft ins Ziel.

Bei den Männern war es bis zum Schluss sehr spannend. Mit dem zweitplatzierten Team liefen die Herschfelder bis kurz vor dem Stadion eng beieinander. Erst auf den letzten Kilometern setzten sie sich vom Lokalmatadoren, dem Tri-Force-Team Fulda, ab und kamen mit 47 Sekunden Vorsprung ins Ziel.

Im Rahmen des diesjährigen 10. Herschfeldlaufs, bei dem Spenden für Dario, einem Kind mit Morbus Sandhoff, gesammelt wurden (wir berichteten), kam es zu einer berührenden Begegnung mit der Mutter von Louis, einem elfjährigen Jungen, der in Leipzig lebt. Seine Mutter, die sich auf einer Kur erholte, kam zum Lauf und berichtete, dass Louis an einer seltenen Krankheit, der GM1-Gangliosidose, ähnlich wie Dario, erkrankt ist. Bei dieser erblich bedingten Speicherkrankheit kommt es zu Entwicklungsstörungen der Motorik und verschiedener Organsysteme.

Die „Cure-GM1-Foundation“, die sich für eine verbesserte Erforschung dieser seltenen Erkrankung, die Entwicklung von Heilmitteln und die Unterstützung der betroffenen Familien einsetzt, hat im September eine Challenge ausgerufen: „Renne und gehe für die, die es nicht können“. Spontan beschlossen alle drei Herschfelder Teams, unter dem Motto „Wir laufen für Louis“ daran teilzunehmen. Auf das Guthabenkonto von Louis gehen zum einen Punkte aus dem Kauf von T-Shirts und zum anderen je ein Punkt pro gelaufenem Kilometer pro Läufer.

Danke, Angela, für den tollen Artikel!

Main Post-Artikel zum Herschfeldlauf 2017

Überraschungssiegerin beim Herschfeldlauf

Herschfeldlauf 2017

Foto: Gunther Fink – Bei den Frauen führte kein Weg an der Kenianerin Brendah Kebeya (vorne) vorbei. Sie gewann den Hauptlauf souverän in 34:29 Minuten.

Nicht umsonst sprach Bürgermeister Bruno Altrichter im Verlauf beim 10. Herschfeld-Lauf im Rahmen des Rhön-Grabfeld-Cups von einer „internationalen Veranstaltung“ mit einer perfekten Organisation, die heuer exakt 423 Läuferinnen und Läufer anlockte. Alleine 166 Athletinnen und Athleten gingen im Hauptlauf über neun Kilometer an den Start. „Wir haben das Meldeergebnis des Vorjahres noch einmal übertroffen“, so Hauptorganisator und Streckensprecher Albrecht Wilm, nach dessen Auskunft das Event ursprünglich zunächst als einmalige Angelegenheit gedacht war. Aufgrund des regen Zuspruchs sei der Herschfeld-Lauf inzwischen jedoch eine feste Institution geworden. „Man muss auch gar nicht mehr groß nach Helfern suchen, weil alle mitmachen, wofür ich mich nochmals bedanken möchte.“
Marcel Krieghoff in Herschfeld Beim Jubiläum konnte man als besonderes Bonbon Ausnahmesportler begrüßen. So war nicht zuletzt dank des Engagements von Angela Bleichner der zweifache Rennsteiglaufgewinner Marcel Krieghoff nach Herschfeld gekommen, der am bevorstehenden Wochenende auch dem Berglaufteam Deutschland bei der Weltmeisterschaft im italienischen Premana angehören wird. Der 33-jährige Thüringer war im Hauptlauf zugleich das Maß aller Dinge und überquerte in 30:04 Minuten deutlich vor Marcus Enders (SV Frankenheim/32:32) sowie dem drittplatzierten Lokalmatadoren Ridwan Mahamud (SV Herschfeld/33:20) die Ziellinie.

Bei den Frauen musste die im Vorfeld favorisierte zweimalige Triathlon-Europameisterin Laura Zimmermann vom SV 05 Würzburg (35:12) derweil einer anderen Läuferin den Vortritt lassen. Und zwar der 25-jährigen Kenianerin Brendah Kebeya (LAC Quelle Fürth/34:29), die heuer unter anderem in der neuen Streckenrekordzeit von 1:20:36 Stunden schon den Bamberger Weltkulturerbelauf-Halbmarathon für sich entschieden hatte. „Was sie zu einem Start bei uns animiert hat, entzieht sich meiner Kenntnis“, berichtet Albrecht Wilm, der dafür über seinen „Freund Alex Weber aus Österreich“ zu berichten wusste, dass der frühere Mediziner am hiesigen Rhön-Klinikum einst einer der Pioniere der immer größer werdenden und inzwischen auf über 50 Aktive angewachsenen „grün-weißen“ Laufgruppe gewesen sei. Weiterhelfen zur Person von Brendah Kebeya konnte indes deren Forchheimer Ehemann Christian Bareiss, der die Ostafrikanerin aus der Laufhochburg Eldoret im Rahmen eines Laufcamps in deren Heimat kennenlernte und unlängst heiratete. Am Wochenende habe man Bareiss‘ in Ramsthal wohnende Schwester besucht. „Und ich habe mich nach einem Rennen in der Nähe umgeschaut, das in den Formaufbau passt, so Bareiss, dessen Gattin den Herschfeld-Lauf hernach mit „ein bisschen Up and Down, aber fürs Training sehr gut“ bewertete. Für mexikanischen Touch sorgte die für den SV Herschfeld startende Alicia Garcia, die 2011 nach Deutschland übersiedelte. Auch sie traf Amors Pfeil, als sie ihren für ein Bad Neustädter Unternehmen beruflich in Mexiko engagierten Ehemann Thomas Lindenberg kennenlernte, der im Ziel sichtlich stolz auf seine bessere Hälfte war. Unter anderem 160 Höhenmeter galt es im anspruchsvollen Hauptlauf zu meistern, der den finalen Höhepunkt der Veranstaltung darstellte. Zunächst war der Nachwuchs an der Reihe, wo auch die örtlichen Fußballer stark vertreten waren. Hand in Hand geht es besser Von einem Kuraufenthalt in Bad Königshofen machte derweil Blandine Schmidiger mit ihren beiden Kindern Anais (6) und Arthur (9) einen Abstecher nach Herschfeld. „Weil wir Dario und dessen Eltern kennen“, berichtet die als Dolmetscherin in Leipzig lebende Französin, der das Motto „Hand in Hand gegen Tay-Sachs und Sandhoff“ mehr als den meisten anderen gesagt haben dürfte. Schließlich ist auch ihr elfjähriger Sohn Louis an Morbus Sandhoff erkrankt. So wie der siebenjährige Höchberger Dario Quack, dessen Eltern Birgit Hardt und Folker Quack 2015 den Selbsthilfeverein „Hand in Hand gegen Tay-Sachs und Sandhoff in Deutschland e. V.“ gründeten, der sich über den Spendenerlös des Events freuen darf. Eine Beziehung zum Ausrichterverein besteht insoweit vor allem über Darios Cousine Anne Bötsch, die früher das SV-Lauftrikot trug. „Das ist eine schlimme Krankheit, bei der durch einen Gendefekt das Gehirn bis zum Tod schrumpft. Irgendwann wird nicht mehr gelacht und man verliert alles. Egal ob Essen, Kauen, Schlucken, Laufen oder Reden. Am Ende steht die Pflegebedürftigkeit und betroffene Kinder sterben wie der dreijährige Gaspard sehr früh“, so Schmidiger, deren Filius von der schwereren GM1-Variante betroffen ist. Gerade zwölf Fälle sind von dieser in Deutschland bekannt. Schlussendlich könne man – zumindest bislang – beispielsweise durch intensives Bewegungstraining nur die Symptome der Krankheit lindern. Selbst habe man die Diagnose schlussendlich erst nach sieben Jahren erhalten. Und im Falle Dario sei es durchaus „ein Wunder, dass er noch läuft“ wie beim Start über die Stadionrunde der Bambinis. Zu den ältesten Teilnehmern zählte der für den TV Bad Brückenau startende Retzbacher Heinz Sitzmann. Mit seinen 76 Lenzen trainiert er regelmäßig dreimal pro Woche, wobei ihn zu seiner Teilnahme in Herschfeld vor allem animierte, „dass unser früherer Teamkamerad Winfried Endres jetzt hier ist und ich an diesem Freitagabend nichts Besseres vor hatte“. Sitzmann war der sogenannte „Methusalem“ im Hobbylauf über vier Kilometer, bei dem auch all seine Routine nicht verhinderte, „dass ich den Berg unterschätzt habe. Schließlich ist der erste Anstieg wenigstens 500 Meter lang“. Dabei erwartete das Feld aufgrund der Regenfälle der vorangegangenen Tage ein durchaus schmieriges Terrain, wobei Verletzungen erfreulicherweise ausblieben.

Ergebnisse Herschfeld-Lauf

800 Meter

WK U 9: 1. Klara Fatt (SC Ostheim) 4:41 Minuten; 2. Emma Reiher (TSV Hollstadt) 4:54; 3. Julia Stunauer (SV Herschfeld) 5:20.

WK U 10: 1. Felicia Lochner (TSV Mittelstreu) 4:26; 2. Joleen Mühling (TSV Mellrichstadt) 4:52.

WK U 11: 1. Vera Adushev (VfL Spfr. Bad Neustadt) 4:20; 2. Sofie Reiher (TSV Hollstadt) 4:24; 3. Melissa Schiller (ohne Verein) 5:19.

WK U 12: 1. Veronica Lochner 3:52; 2. Leonie Grimm (beide TSV Mittelstreu) 4:18; 3. Anastasia Stukanov (VfL Spfr. Bad Neustadt) 5:17. Bambini: 1. Kilian Hellmuth (SV Herschfeld) 4:40.

MK U 9: 1. Rico Schulz (TSV Saal) 4:06; 2. Malte Koch (TSV Münnerstadt) 4:12; 3. Marc Andree Schulz (TSV Saal) 4:13.

MK U 10: 1. Lucian Borst (SV Frankenheim) 4:11; 2. Max Eckert (SV Herschfeld) 4:17; 3. Henrik Schroll (RSV Wollbach) 4:25.

MK U 11: 1. Alvaro Schrenk (SV Frankenheim) 4:04; 2. Finn Griebel (SV Herschfeld) und Lorenz Wiener (TSV Saal) 4:05.

MK U 12: 1. Lennart Rössler (Bad Neustadt) 3:32; 2. Christoph Groß (TSV Mellrichstadt) 3:43; 3. Moritz Hasenpusch (TSV Brendlorenzen) 3:46. 1500 Meter

WJ U 13: 1. Antonie Butzert (TSV Irmelshausen) 6:55; 2. Emma Wiener (TSV Saale) 7:27; 3. Linda Albert TSV (Hollstadt) 7:35.

WJ U 14: 1. Karolin Groß (TSV Mellrichstadt) 6:34; 2. Penelope Schrenk, 6:43; 3. Anouk Noll (beide SV Frankenheim) 7:07.

WJ U 15: 1. Lisanne Scherer (VfL Spfr. Bad Neustadt) 7:31; 2. Lisa Schilling (SC Ostheim) 7:32.

MK U 10: 1. Roland Szöllösi (SV Herschfeld) 8:00. MJ U 13: 1. Nils Dernbach (SV Frankenheim) 6:05; 2. Frederik Büttner 6:19; 3. Philipp Dicken (beide SV Herschfeld) 7:17.

MJ U 14: 1. Lorenz Werner (TSV Höchheim) 6:30; 2. Max Weber (SC Ostheim) 6:34; 3. Aaron Chabaane (SV Herschfeld) 7:12.

MJ U 15: 1. Niclas Müller (TSV Höchheim) 6:23; 2. Nils Bocklet (SV Herschfeld) 6:42; 3. Daniel Killian (TSV Höchheim) 6:52.

MJ U 16: 1. Tizian Trost (TSV Hausen) 5:59; 2. Gunnar Witzmann (DJK Salz) 6:44.

4000 Meter

WJ U 18: 1. Ramona Geis (SC Ostheim) 16:18; 2. Alina Dierolf, 18:19; 3. Kristin Söder (beide SV Frankenheim) 21:48.

WJ U 20: 1. Rebecca Söder (SV Frankenheim) 16:48.

MJ U 18: 1. Tim Scholtysek (PSV Meiningen) 13:54; 2. Lars Dernbach(SV Frankenheim) 14:54; 3. Fabian Wilm (SV Herschfeld) 15:16.

MJ U 20: 1. Christian Topitsch (SC Ostheim) 12:42; 2. Jan Eyring (SV Frankenheim) 13:17; 3. Florian Stuhl (TSV Mühlfeld) 20:52.

Hobbylauf Frauen: 1.Eva-Maria Deutsch (TSV Höchheim) 15:25; 2. Katharina Topitsch (SC Ostheim) 15:47; 3. Theresa Faulstich (SV Frankenheim) 16:59.

Hobbylauf Männer: 1. Thomas Schrenk (SV Frankenheim) 13:56; 2. Marcel Gruber (SV Herschfeld) 14:26; 3. Tino Haßmüller (SC Ostheim) 15:18.

9000 Meter (Hauptlauf)

WJ U 18: 1. Jule Weisenseel (Intercoiffure Straub) 45:31.

W 20: 1. Brendah Kebeya (Quelle Fürth) 34:29; 2. Laura Zimmermann (SV Würzburg) 35:12; 3. Eva-Maria Schmitt (TSV Rannungen) 38:08.

W 30: 1. Lisa Nöth (SV Herschfeld) 40:00; 2. Sonja Reiher (TSV Hollstadt) 40:31; 3. Katrin Krenzer (SV Herschfeld) 41:34.

W 35: 1. Susanne Haßmüller (SC Ostheim) 38:42; 2. Julia Kessler (SV Herschfeld) 41:33; 3. Olga Moor (TSV Brendlorenzen) 48:39.

W 40: 1. Nicole Bähr (TSV Hollstadt) 44:37; 2. Petra Guck (TSV Bischofsheim) 46:46; 3. Andrea Stäblein und Kerstin Hasenpusch (beide TSV Brendlorenzen) 48:54.

W 45: 1. Tanja Dietrich 39:46; 2. Manuela Greier (beide TSV Hollstadt) 43:22; 3. Katrin Maisch (TSV Unterelsbach) 44:45.

W 50: 1. Susanne Hölderle 41:27; 2. Kirsten Martin (beide SV Herschfeld) 48:27; 3. Andrea Rittinger (TSV Bischofsheim) 58:21.

W 55: 1. Ingeborg Joa (TV/DJK Hammelburg) 48:01; 2. Irene Geiger (TSV Brendlorenzen) 50:10; 3. Christiane Friedrich (TSV Neustädtles) 52:29.

W 65: 1. Inge Drescher (DJK Leutershausen) 58:22.

MJ U 20: 1. Ridwan Mahamud 33:20; 2. Martin Ernst (beide SV Herschfeld) 56:53.

M 20: 1. Markus Veth (TSV Rannungen) 34:08; 2. Felix Eisenhauer 35:39; 3. Daniel Wilm (beide SV Herschfeld) 38:05.

M 30: 1. Marcel Krieghoff (Guts Muths Rennsteig- läufer) 30:04; 2. Marcus Enders (SV Frankenheim) 32:32; 3. Andreas Stubenrauch (RSV Wollbach) 33:44.

M 35: 1. René Kuhlmann (SV Herschfeld) 38:13; 2. Harald Dahinten (IFSYS) 39:14; 3. Heiko Geiß (TSV Hollstadt) 39:58.

M 40: 1. Andreas Grau (SV Herschfeld) 34:33; 2. Ronald Schroll (RSV Wollbach) 35:12; 3. Klaus Arnold (SC Ostheim) 35:31.

M 45: 1. Alex Schreck (SC Ostheim) 34:40; 2. Olaf Dömming (SV Werra 07 Hildburghausen) 34:54; 3. Jochen Zehfuß (TSV Bischofsheim) 36:00.

M 50: 1. Arno Albert (TSV Hollstadt) 36:30; 2. Dieter Manger RSV Wollbach) 39:39; 50 3. Norbert Erhard (TSV Münnerstadt) 43:04.

M 55: 1. Winfried Endres (SV Herschfeld) 37:13; 2. Dieter Büttner (TSV Bischofsheim) 38:16; 3. Dietmar Werner (TSV Hollstadt) 39:11.

M 60: 1. Karl-Heinz Handel (TV Bad Brückenau) 38:53; 2. Georg Temme (SC Westfalia 04 Herne) 45:26; 3. Klaus Sauerbrey (LH Suhl) 48:47.

M 65: 1. Martin Amtmann (BRK Bad Kissingen) 38:51; 2. Helmut Bott (SV Herschfeld) 43:21; 3. Klaus Wiegand (SV Wildflecken) 52:39.

M 70: 1. Willi Drescher (DJK Leutershausen) 54:05.

M 75: 1. Horst Weese (TSV Münnerstadt) 51:04; 2. Siegfried Keß (TSV Rannungen) 55:27.

M 80: 1. Franz Stockheimer (TSV Brendlorenzen) 57:36.

Quelle: https://www.mainpost.de/sport/rhoen-grabfeld/Laeuferinnen-UEberraschungssiegerin-beim-Herschfeldlauf;art797,9656778
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