Doppelsieg für den SV Herschfeld

SV Herschfeld beim Team-Halbmarathon in Fulda

Beim 24. Fulda-Team-Halbmarathon stellte die Laufgruppe des SV Herschfeld eine starke Abordnung und glänzte mit Siegen bei den Frauen und Männern. Gleich drei Mannschaften des SV stellten sich der Herausforderung, auf der Halbmarathonstrecke mit je sieben bis zehn Teilnehmern zusammen zu laufen, wobei die Zielankunftszeit des jeweils siebten Läufers gewertet wurde. Sowohl die Männermannschaft (1:29:46 Stunden) wie auch das Frauenteam (1:55:06) triumphierten in glänzenden Zeiten. Das gemeinsame Training im Vorfeld hatte sich auf der anspruchsvollen Strecke ausgezahlt. Die zweite Männermannschaft errang in 1:42:00 Stunden Platz fünf.

Nach dem Start im Stadion ging es durch die historische Altstadt mit dem Wahrzeichen der Stadt, dem Dom, durch den Schlossgarten und auf einer großen Schleife entlang des Fulda-Flusses zurück in Richtung Stadion, wo schon bald die mächtig Stimmung verbreitende Marathon-Musikband zu hören war. Aber erst nach der Umrundung des Aue-Weihers war die Halbmarathon-Distanz geschafft.

Trainer Albrecht Wilm fand lobende Worte für seine Läuferinnen und Läufer: „Ich bin stolz auf euch.“ Bei den Frauen gab es gleich am Anfang eine Schrecksekunde. Eine Läuferin bekam nach einem Kilometer einen Wadenkrampf. Dank einer „Blitzmassage“ von einer Teamkollegin konnte sie durchlaufen, die geforderten sieben gewerteten Läuferinnen kamen strahlend, aber auch sichtlich erschöpft ins Ziel.

Bei den Männern war es bis zum Schluss sehr spannend. Mit dem zweitplatzierten Team liefen die Herschfelder bis kurz vor dem Stadion eng beieinander. Erst auf den letzten Kilometern setzten sie sich vom Lokalmatadoren, dem Tri-Force-Team Fulda, ab und kamen mit 47 Sekunden Vorsprung ins Ziel.

Im Rahmen des diesjährigen 10. Herschfeldlaufs, bei dem Spenden für Dario, einem Kind mit Morbus Sandhoff, gesammelt wurden (wir berichteten), kam es zu einer berührenden Begegnung mit der Mutter von Louis, einem elfjährigen Jungen, der in Leipzig lebt. Seine Mutter, die sich auf einer Kur erholte, kam zum Lauf und berichtete, dass Louis an einer seltenen Krankheit, der GM1-Gangliosidose, ähnlich wie Dario, erkrankt ist. Bei dieser erblich bedingten Speicherkrankheit kommt es zu Entwicklungsstörungen der Motorik und verschiedener Organsysteme.

Die „Cure-GM1-Foundation“, die sich für eine verbesserte Erforschung dieser seltenen Erkrankung, die Entwicklung von Heilmitteln und die Unterstützung der betroffenen Familien einsetzt, hat im September eine Challenge ausgerufen: „Renne und gehe für die, die es nicht können“. Spontan beschlossen alle drei Herschfelder Teams, unter dem Motto „Wir laufen für Louis“ daran teilzunehmen. Auf das Guthabenkonto von Louis gehen zum einen Punkte aus dem Kauf von T-Shirts und zum anderen je ein Punkt pro gelaufenem Kilometer pro Läufer.

Danke, Angela, für den tollen Artikel!